Die OZ meldet am 23. Juli: "Wygold gibt sich weiter gesprächsbereit"


War er das jemals, wie in dem OZ-Artikel behauptet wird?
Diese demagogische Behauptung kann man jedenfalls nicht unwidersprochen hinnehmen. Auch Wygolds Worte, er "sei daran interessiert, dass aus Gegenern gemeinsam Handelnde werden", ist eine schamlose Verunglimpfung der BI! Sie hat sich niemals als Gegner des Krankenhauses gesehen, sondern in vielen Versuchen um kooperative Gespräche mit den Verantwortlichen gebeten- erfolglos. Bevor einige diesbezügliche Schreiben zur Kenntnis gegeben werden, zunächst ein "kerniges" Ablehnungsschreiben der Universitätsmedizin vom März 2015. Dazu sollte man wissen, dass zu der besagten Veranstaltung in der Wolgaster Bibliothek sowohl Herr Kramp als auch Herr Acker und Dr. Kesselring im Publikum anwesend waren und sie hätten wie mancher andere aus dem Publikum das Wort ergreifen können. Und die in dem Schreiben angekündigte Veröffentlichung des Sanierungskonzeptes erfolgte bis heute nicht!
Nun sollen beispielhaft für manchen anderen Versuch einige BI-Schreiben z.B. an MdL Schubert, an Bürgermeister Weigler, der schon einmal ein Gespräch zwischen KKH-Leitung und BI moderieren wollte, was er aber nach der Bürgermeisterwahl ohne Begründung absagte und ein Schreiben an die KKH-Leitung zur Kenntnis gegeben werden. Damit kann der Leser entscheiden, ob die BI sich tatsächlich als Gegner des Krankenhauses gesehen hat, oder ob jedes Schreiben neben anderen, hier nicht veröffentlichten, immer in Sorge um das Wohl des Krankenhauses, seiner Mitarbeiter und seiner Patienten geschrieben wurde (auf der Festplatte des Autors befinden sich mehr als 100 Dateien zum Thema KKH!).
Der Gipfel der Frechheit des Herrn Dr. Wygold ist das Angebot, mit der Vereinsvorsitzenden einen neuen Verein zu gründen, womit er versucht, das Heft des Handelns ruhmreich an sich zu binden. Die BI hat ihre Schuldigkeit getan und kann damit wegtreten!
Gegenfrage: Warum tritt Dr. Wygold nicht einfach der existierenden BI bei? Bei ehrlichen Absichten könnte er dort zum Wohle aller mitwirken. Und die toten Babys? Sie sind nicht etwa ein Gerücht. Allerdings beteiligt sich die BI nicht an Spekulationen, solange von einer Ethik-Kommission nicht die wirklichen Ursachen geklärt wurden.


Der Petitionsausschuss hat geantwortet!

Nach nur 14 Monaten Bearbeitungszeit ist nun eine Antwort vom Petitionsausschuss eingetroffen. Wer starke Nerven hat, kann sie ja mal lesen.


"Unverbesserliche Ignoranten", diese BI-Leute. Immer müssen sie stören.


Zur Wahlauftaktveranstaltung der CDU am 8. Juli mit "Ali" Schröder "Am Fischmarkt 3" brachte sich die BI mit kleiner Besetzung wieder in Erinnerung. Die OZ meldete, dass Spitzenpolitiker aus Schwerin kommen würden, mit denen man bei Bratwurst und Bier in's Gespräch kommen könne. Caffier kam allerdings nicht und auch Schubert wagte sich nicht vor Ort. Nur der auf Usedom allgegenwärtige Dr. Rudolph schwärmte von der großartigen CDU-Mannschaft und dem wirtschaftlichen Aufschwung in der Region.
Aus Schröders Wahlprogramm:"Absicherung einer vernünftigen medizinischen Versorgung" - Allgemeiner geht's wohl nicht! Obwohl Schröder bei vielen BI-Veranstaltungen dabei war.


Hinhaltetaktik - trotz dringenden Handlungsbedarfs

Am 27. Juni erfuhr der Vorstand der BI von seiner Vorsitzenden, dass sie von Dr. Wygold zum 29.6. zu einem Vieraugengespräch eingeladen wurde. Die Einladung erreichte sie telefonisch über das Uni-Klinikum, das aus der Zeitung erfahren hatte: die BI macht weiter. Der Vorstand war erfreut darüber, dass es nun endlich zu Gesprächen mit der KKH-Geschäftsrührung kommen würde. Er entschied allerdings, dass ein Vieraugengespräch nicht sinnvoll wäre und dass neben der Vorsitzenden auch deren Stellvertreterin mit zu dem Gespräch gehen sollte. Als Dr. Wygold zum vereinbarten Termin neben Frau Kieser auch Frau Dr. Würfel in seinem Büro stehen sah, war er sichtlich irritiert und lehnte das Gespräch ab, da er nur mit Frau Kieser sprechen wollte. Es solle plötzlich ein persönliches Gespräch sein. Die beiden Frauen mussten unverrichteter Dinge wieder gehen mit der Maßgabe, dass Dr. Wygold nur mit Frau Kieser privat sprechen wolle und diese sich entsprechend entscheiden solle.
Dem Vernehmen nach soll nun das betreffende Gespräch der BI aus den Händen genommen werden und zum Wahlkampf verkommen.
Kann jemand erklären, warum Dr. Wygold nicht mit den beiden Frauen sprechen wollte? Er selbt hielt es jedenfalls nicht für nötig, das zu kommentieren. Fürchtete er Fragen zur Wirtschaftlichkeit der hoch gelobten Geriatrie? Oder warum das klamme KKH Wolgast es sich leisten kann, die ohne Zweifel notwendige Forschung der Uni Greifswald zu sponsern? Oder warum trotz Konsolidierungskurs die Verluste im Uni-Klinikum weiter gestiegen sind? In der Sendung Nachtcafé (SWR) wird er als erfolgreicher Sanierer des Uni-Klinikums Greifswald vorgestellt, wo er "seit drei Jahren für den Schuldenabbau sorgt". Eine ansehenswerte Sendung zu der Frage, ob sich wirtschaftliches Denken und Patientenwohl gegenseitig ausschließen, was Wygold verneint.


Austrittswelle beim Wolgaster THW als Reaktion auf die Schließung der Kinderstation des KKH

Nachdem das THW-Mitglied Maik Bischoff in einem Brief an MP Sellering seinen Austritt aus dem THW erklärte, folgten ihm weitere 17 THW-Ehrenamtler. In einem zweieinhalbstündigen "Krisengipfel" versuchte Landrätin und "übergeordnetes THW-Personal" die THW-Ehrenamtler umzustimmen (Bericht der OZ v. 24.06.). In einem nicht veröffentlichten Leserbrief wurde diese Aktion kritisiert. Die BI solidarisiert sich mit den THW-lern und freut sich über ihre Standhaftigkeit.


Die BI nimmt die Herausforderung durch die Schweriner Politiker an!

Die Mitgliederversammlung am 15. Juni votierte einstimmig dafür, trotz der nicht unerwarteten Entscheidung des Landtages ihren Kampf für die Wiedereröffnung der im Dezember bzw. im März geschlossenen Abteilungen des KKH fort zu setzten. Dabei geht es nicht unbedingt um die Wiederherstellung des alten Zustandes, sondern um die Sicherstellung der bisher ersatzlos gestrichenen Leistungen, was durchaus auch mit anderen Strukturen als bisher gewährleitet werden kann. Denn die nun nach Anklam verlagerten Stationen sind keine Lösung für die Region Usedom-Wolgast. In einer Pressemeldung wird der Standpunkt der BI erläutert.
Dass es sich im Falle der Kinderklinik um ein bundesweites Problem handelt, machte kürzlich eine Sendung von "Frontal 21" klar!
Da die wesentliche Schuld am Scheitern des Volksinitiative der Beschlussempfehlung des Sozialausschuss des Landtages angelastet werden muss, hat die BI an dessen Vorsitzende einen Brief mit Kopien an MP Sellering, Ministerin Hesse, den Petitionsausschuss, den Bürgerbeauftragten und die Landrätin von VG geschickt, worauf es per 30.06. von keiner Seite eine Reaktionen gab.


Volksinitiative im Landtag endgültig mit 35/23 Stimmen gescheitert

Hier können Sie den ganzen Verlauf der 121. Sitzung, TPO 26 (Volksinitiative zum KKH Wolgast) live ansehen.

Ministerin Hesse wirft in der Aussprache der BI einen "teilweise harten und radikalen Ton" vor, der mit "Verschwörungstheorien und Gerüchten angereichert" sei. "Radikal" hat eine große Bandbreite, jedenfalls ist die BI meilenweit von AfD, NPD und Pegida entfernt!

Wie die SPD diese Entscheidung sieht, kann man hier finden.
Wie viel Sachkenntnis Heydorn wirklich besitzt, ist an seiner völlig daneben liegenden Äußerung: "... der Landkreis hat das Krankenhaus abgestoßen, weil es wirtschaftlich nicht gelaufen ist..." erkennbar.
Und Heydorn fragt, was denn Dr. Foest noch vortragen sollte, wenn Dr. Wygold in der Anhörung die Begründung für die Schließung der Abteilungen erklärt hat. Dass möglicherweise Zahlen für die Argumentation manipuliert sein könnten, ist an einem Beispiel erkennbar.
Und damit erhebt sich die Frage, ob dem Bescheid möglicherweise doch widersprochen werden könnte, wie früher schon einmal überlegt wurde.
Torsten Koplin machte darauf aufmerksam, dass ja auch die Petition vom 3. Juni 2015 noch nicht abschließend bearbeitet wurde, weshalb ja das Thema mit dieser Landtagssitzung noch gar nicht abgeschlossen werden kann.


Letzter Versuch, den Landtagsabgeordneten in Schwerin in's Gewissen zu reden

Mit einer Resolution haben die Wolgaster Stadtvertreter noch einmal kurz vor der endgültigen Abstimmung über unsere Volksinitiative an alle Abgeordneten appeliert, nicht der "Parteidisziplin", sondern ihrem eigenen Gewissen und ihrer Verantwortung gegenüber ihren Wählern in der ohnehin oft benachteiligten Region Vorpommern zu folgen.

Auf YouTube ist auch noch ein Aufruf von Lars Bergemann zu finden.

Die Beschlussempfehlung und der Bericht des Sozialausschusses stellt noch einmal die Vorgänge im Zusammenhang dar.


Der Bürgerbeauftragte- ein Ausnahme-Politiker

Große Überraschung löste ein Brief des Bürgerbeauftragten aus, in dem dieser informiert, dass er von sich aus ein früher angesprochenes Thema weiter verfolgt und notwendigerweise auch agiert!

So wünschen wir uns Politiker, vielen Dank, Herr Crone!


Wie geht es nach der Anhörung im Sozialausschuss in Schwerin weiter?

Die Drucksache 6/5357 des Landtages enthält die Argumente "Zur Wiedereröffnung der Abteilungen Kinder- und Jugendmedizin sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Kreiskrankenhaus Wolgast". Nach der Anhörung am 18.05. beantragt die Fraktion DIE LINKE und BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN in einer Beschlussempfehlung an den Sozialausschuss (Ausschussdrucksache 6/1059), dass der Sozialausschuss der Landesregierung empfielt, dass sie dem Antrag der Volksinitiative stattgeben möge.
Ein Entschließungsantrag (Drucksache 6/5357) der Fraktionen SPD und CDU stellt u.a. fest, "...Die Krankenhäuser Anklam und Wolgast haben sich nach der Umstrukturierung seit Jahresbeginn wirtschaftlich positiv entwickelt. Es ist durch die Umstrukturierung nicht zu betriebsbedingten Kündigungen gekommen. Die verbesserte Perspektive an beiden Krankenhausstandorten sichert auch künftig die Arbeitsplätze." Das mag man im fernen Schwerin so sehen, vor Ort gibt es andere Wahrnehmungen.
Wenn allerdings festgestellt wird: "Gründe dafür, die Bescheide nach Maßgabe des § 49 Verwaltungsverfahrensgesetz M-V zu widerrufen, liegen nicht vor.", muss man entgegen halten, dass im § 49 u.a. steht, dass ein Verwaltungsakt widerrufen werden kann, "wenn die Behörde aufgrund nachträglich eingetretener Tatsachen berechtigt wäre, den Verwaltungsakt nicht zu erlassen, und wenn ohne den Widerruf das öffentliche Interesse gefährdet würde." Eine solche Tatsache könnte das Bekanntwerden, dass die Schließungen mit unrichtigen Zahlen beantragt wurde, sein.
Auf der 93. Sitzung des Sozialausschusses am 25.05. wurde die Volksinitiative abschließend behandelt und folgende Empfehlung ausgesprochen: Ablehnung des Antrages. Der Landtag wird voraussichtlich am 9.6. das Thema abschließend behandeln.
Von Interesse könnte hierzu auch noch ein Leserbrief sein, den die OZ bis auf den grün hinterlegten Satz abdruckte.


Anhörung vor dem Sozialausschuss des Landtages


Fazit: Keines der Argumente der BI konnte widerlegt werden!

Als erste stellte Frau Dr. Würfel (langjährige Kinderärztin im KKH, auch als Pensionärin bis Dezember 2015 dort noch aktiv und in einem umstrittenen Prozess von Acker gekündigt) die Standpunkte der BI vor. Die Antworten zu den Fragen wurden Frau Tegtmeier, Vorsitzende des Ausschusses, schriftlich, auch je ein Exemplar für die im Landtag vertretenen Parteien, übergeben. Außerdem gibt es eine Drucksache des Landtages dazu.
Der Geschäftsfüher von Ameos Anklam verwies auf seinen abgegebenen Bericht und erklärte, dass in Anklam 16 Betten planmäßig in Betrieb gingen.
Die Vertreternin der AOK erklärte, dass durch die 180 unbesetzten Stellen in MV eine Konzentration der Kräfte nötig sei und auch der Vertreter der Barmer fand die getroffenen Festlegungen in Ordnung, lobte aber trotzdem die Initiativen der BI!
Dr. Crusius, Präsident der Ärztekammer, stellt fest:"Kinder sind unsere Zukunft!" und äußerte, dass die Schließungen in Wolgast eine Katastrophe für die Versorgung der Urlauber sei und dass die kinderärztliche Notfallversorgung in der Region nicht "problematisch", sondern ungelöst sei. Für die Qualität der nun geschlossenen Abteilungen spreche z.B. auch, dass selbst aus Greifswald Schwangere zur Entbindung nach Wolgast kamen. Dass die Schließungen in Wolgast möglicherweise vermeidbar gewesen wären, hätte man an den Beispielen in Heide und Brunsbüttel studieren können, wo durch Herrn Stender die Probleme mit Sicherheitszuschlägen gelöst wurden.
Herr Gagzow von der KHG äußerte Respekt vor den Aktivitäten der BI, stellte aber fest, dass die Schließungen nicht leichtfertig, sondern wohlüberlegt getroffen und Überkapazitäten oder Unterversorgung vermieden wurden.
Dr. Wygold berichtete, dass durch Defizite im Jahr 2014 das KKH Wolgast in eine Notlage geraten war (die schon 2013 erwirtschafteten Verluste waren für ihn nicht erwähnenswert!), was aber für etwa 40 % der deutschen Krankenhäuser z.Z. ebenfalls typisch wäre. Mit der Sanierung sei man gut voran gekommen und betriebsbedingte Kündigungen konnten vermieden werden. Selbstkritisch äußerte er, dass es in der Kommunikation mit den Mitarbeitern große Defizite gab.
Frau Scott von der Landesgruppe Mother Hood e.V. macht eindringlich auf das Grundrecht der Wahlfreiheit der Mütter auf den Ort der Geburt aufmerksam. Gute Erreichbarkeit und hohe Qualität sind unabdingbar. Die beklagte fehlende Wirtschaftlichkeit müsse nicht durch Abbau von Kapazitäten und damit einher gehender Verunsicherung der Schwangeren, sondern durch Änderung der Rahmenbedingungen korrigiert werden. Im späteren Verlauf der Diskussionen verwies sie auf bereits vorgefallene schwerwiegende Komplikationen, die wegen laufender Verhandlungen noch nicht öffentlich bekannt wurden, sich aber sicher häufen werden. Der bereits bekannte Fall der Schließung auf der Insel Sylt sei ein warnendes Beispiel. Frau Scott fordert eindringlich, dass sich die Politiker endlich ihre Verantwortlichkeit bewusst machen, dass ihr fehlendes oder falsches Handeln auch Menschenleben kosten wird!
Der Vertreter von ver.di unterstützt die BI-Initiative und kritisiert, dass MV die höchste Quote an privaten Krankenhaus-Trägern aufweist, bei denen in der Regel keine Tarife gezahlt und arbeitsrechtliche Fragen nicht eingehalten werden. Die Rendite-Orientierung von Ameos ist kritikwürdig. Wolgast ist geografisch der optimale Standort. Auch er werweist auf das Beispiel Heide in SH.
Die anschließenden Fragen der Abgeordneten und die Diskussion soll hier wegen des Umfangs nicht dargestellt werden. Bei Interesse kann man sich aber die Dokumentation von Frau Thiele. ansehen. Allerdings soll noch darauf hingewiesen werden, dass einer der vom Ausschuss bestellten Sachverständigen, der Wolgaster Kinderchirurg Dr. Ronald Foest, sich bei der Vorsitzenden für sein Fernbleiben entschuldigte. Er tat das mit dem Hinweis, dass ihm mit persönlichen Konsequenzen durch die Geschäftsführung des KKH Wolgast gedroht wurde, wenn er Interna des KKH preisgäbe. Das wirft die Frage auf, die auch vom Abgeordneten Torsten Koplin formuliert wurde, ob es unterschiedliche öffentliche und interne Zahlen gibt.
Zur Ergänzung finden Sie nun noch ein Schreiben einer Wolgaster Kinderärztin, die über ihre jüngsten Erfahrungen berichtet und einen Brief von Maik Bischoff aus Wolgast an den Ministerpäsidenten.


Sensationsmeldung in der OZ am 17.Mai 2016:


Über sinkende Schiffe gibt es da ein Sprichwort....Oder brauchte die Ministerin einen Sündenbock?


Anhörung zur Volksinitiative am 18. Mai 2016 in Schwerin

Der Landtag von MV hat nach kurzer Debatte am 21. April die Volksinitiative an den Sozialausschuss überwiesen, der wiederum für den 18. Mai eine Anhörung zu dem Thema plant. Es sind 3 Antragsteller und 11 Sachverständige eingeladen. Diese sollen 20 Fragen beantworten.
Allerdings gibt es einen harten Rückschlag für die BI: Der als Sachverständiger eingeladene Dr. Ronald Foest, Kinderarzt aus Wolgast hat seine Bereitschaft zur Aussage bei der Vorsitzenden des Sozialausschusses mit folgender Begründung zurück gezogen: Von Seiten der Geschäftsführung der Kreiskrankenhaus Wolgast gGmbH ist mir unter Androhung persönlicher Konsequenzen untersagt worden, für die Beantwortung des Fragenkatalogs zur öffentlichen Anhörung zum Antrag der Volksinitiative (Drucksache 6/5357) krankenhausinterne Informationen zu verwenden. In dem Bewusstsein, Ihnen dadurch als Sachverständiger nur sehr eingeschränkt dienlich sein zu können und auch aus persönlicher Befangenheit ziehe ich meine Bereitschaft zur Stellungnahme zurück.


Große Demonstration legte den Pfingstverkehr für eine Stunde lahm

Das auf dem Bild links zu sehene Plakat am Wolgaster Ortsausgang zur Insel und ein zweites am Ortseingang löste heftige Kritik der Landrätin während des Rundtischgespräches am 13.5. im KKH aus: "Die BI zerstört damit das ganze positive Image der Insel!" schimpfte sie. Ja, leider kann man das so sehen, sagt dazu die BI, aber das alles wäre gar nicht nötig gewesen und wir hätten uns viele Mühen in unserer Freizeit und Spendengelder gespart, wenn es denn zu den von der BI geforderten klärenden Gesprächen mit allen zuständigen Ebenen gekommen wäre. Noch am 4. Januar 2016 hoffte Frau Dr. Syrbe in einem Interview mit der OZ, dass die Kinderstation doch noch gerettet weden könnte, da ihr Herz an Wolgast und dem Krankenhaus hängt. Dabei beklagte sie jedoch fehlende alternative Modellvorschläge und dass einzelne Politiker mit zwei Zungen sprechen. Nun aber zu unserer Demonstration:

Von beiden Seiten marschierten die Protestierenden auf die um 12:45 Uhr für den Schiffsverkehr geöffnete Brücke zu.

Nach der Vereinigung der beiden Züge und einer kurzen Ansprache flogen dann viele Luftballons in den blauen Frühlingshimmel. Ob sie eine Botschaft bis nach Schwerin tragen können, bleibt leider zu bezweifeln.

BI-Mitglieder informierten auf beiden Seiten der Brücke die im Stau stehenden Urlauber und übergaben Flyer. Die meisten waren zwar nicht begeistert, hatten aber großes Verständnis für unsere Aktion und manche berichteten über ähnliche Ereignisse mit Gesundheitseinrichtunen in ihren Heimatregionen.


Und jetzt kommt die Ministerin persönlich nach Wolgast und auch tatsächlich, nicht wie Frau Dr. Scriba in Anklam!

Rundtischgespräch im KKH Wolgast am 13. Mai 2016 mit Ministerin Hesse und der kinderärztliche Notdienst

Nachdem zugesichert wurde, dass drei Personen der spontanen BI-Mahnwache vor dem KKH an den Gesprächen teilnehmen dürfen, wurde die Einfahrt für die Ministerin zum KKH durch die BI frei gegeben. Thema war die Überbringung von Fördermitteln und eine Diskussion über die Zukunft des KKH. Gleich am Anfang stellte die Ministerin klar: "Die vorgenommenen Schließungen werden nicht zurück genommen! Das könnte ich auch gar nicht." Die Frage eines BI-Mitgliedes nach der nicht gesicherten kinderärztlichen Notversorgung, die eigentlich gewährleistet sein müsste, bevor die Kinderstation geschlossen wurde, wurde sofort von der Ministerin mit den Worten "Die kinderärztliche Notfallversorgung ist gesichert" abgeschmettert, wobei Herr Acker sofort beflissen sekundierte. Man solle sich doch nicht weiter mit der Vergangenheit befassen, sondern optimistisch in die Zukunft blicken. Damit war dieses Thema vom Tisch. Aber wie sieht die Gegenwart vier Monate nach Schließung der Kinderstation und die nahe Zukunft eigentlich aus?

Die Kinderärztliche Notsprechstunde, die in der Störtebekerklinik in Kölpinsee angedacht ist, ist noch nicht unter Dach und Fach und außerdem bestehen dabei fachliche Bedenken. Nach derzeitigen Stand sollen die Kassenärzte, das heißt Hausärzte und alle niedergelassenen Fachärzte ab dem 1. Oktober am Krankenhaus zu geringen Zeiten wochentags eine der jetzigen Notaufnahme vorgeschaltete Notfallambulanz betreiben. Der Sinn ist, die Notaufnahme zu entlasten und Gelder, die zur Zeit noch für die Behandlung ausgegeben werden, im kassenärztlichen Versorgungssystem zu belassen und nicht ans Krankenhaus auszahlen zu müssen.
Eine kinderärztlichen Teilkompetenz haben ungefähr 10-15 % der Kollegen, die dort dann Dienst tun werden. Ihnen ist es aber freigestellt, Kinder anzusehen; das ist eine der Bedingungen der niedergelassenen Ärzte gewesen.
In der Kinderheilkunde kann sich der Zustand eines Patienten sehr, sehr schnell zu einer lebensbedrohlichen Situation verschlechtern. Die Kompetenz, das zu erkennen und richtig einzuschätzen, dürften nur die beiden Pädiater Frau Dr. Schober und Frau Dr. Walter besitzen. Wir bleiben also weiter ohne kinderärztliche Notversorgung in der Region!
Für die Wochenendzeiten werden freiwillige Ärzte gesucht, die dann diese vorgeschaltete Kassenärztliche Notfallpraxis besetzen sollen. Wer das sein kann und welche kinderärztliche Kompetenz diese Kollegen haben, ist völlig offen.
Nur klar ist, dass Pädiater aus dem niedergelassenen Bereich dafür nicht zur Verfügung stehen. Dies wurde nämlich zuerst abgeprüft und versucht umzusetzen. Es gelang nicht, die im Kreis / der Region tätigen Kollegen aus Anklam und Greiswald dafür zu gewinnen!

Nun urteile jeder selbst, welchen Unsinn die Ministerin und der Geschäftsführer des KKH geredet haben. Und der Gipfel ist, dass in dem Bescheid ein Widerrufsvorbehalt existiert!


Hoher Besuch aus Schwerin zur Tagung des Sozialausschusses des Landkreises VG am 9. Mai

Diese Ankündigung, dass die Abteilungsleiterin Dr. Sibylle Scriba aus dem Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales, Abteilung Gesundheit und Arbeitsschutz kommen wird, war Anlass für einige BI-Mitglieder, die Sitzung in Anklam zu besuchen. Ihr angekündigtes Thema:"Sachstand, Auswertung, Konsequenzen und Ausblick nach der Schließung von Gynäkologie, Geburtsvorbereitung und Kinderstation am Krankenhaus Wolgast durch das Sozialministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern"
Während der Fragestunde wurde der Antrag gestellt, dass nach dem Vortrag von Frau Dr. Scriba nochmals Fragen zugelassen werden. "Sehen Sie Frau Dr. Scriba hier?" fragte der Ausschussvorsitzende Schubert scheinheilig in die Runde. Sozialdezernent Dirk Scheer klärte dann jedoch auf, dass Frau Dr. Scriba per SMS mitgeteilt hätte, dass sie nicht kommen würde, weil sie zwei Termine verwechselt hatte. Ob sie in Wirklichkeit Angst vor dem heiklen Thema hatte?
Enttäuscht zogen die Gäste von dannen, bevor sie Bernd Schubert noch beauftragt hatten, der Sozialministerin ihr Unvertändnis und ihren Zorn über die Missachtung der Schweriner Behörde gegenüber dem östlichsten Landkreis zum Ausdruck zu bringen.


Mahnwache und Demografiegespräche der SPD am 4. Mai Am Fischmarkt 3

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Danach dann drin die SPD-Veranstaltung: Demografischer Wandel - Ergebnisse der Enquette-Kommission des Landtages M-V

Herr Haydorn wurde mit Buh-Rufen von der Mahnwache empfangen, aber Herr Barlen war klüger. Er kam erst nach dem Ende der Mahnwache. Und da saßen sie nun, die Experten aus Schwerin. Nach einem Impulsreferat über die Ergebnisse der 3-jährigen Arbeit der Enquette-Kommission und kleinen Geplänkeln über die "Herausforderungen" des Demografischen Wandels kam man schnell zur erfolgreichen Wolgaster Geriatrie und in der Folge zu den geschlossenen Stationen des KKH, wobei die Empörungen der Massen zeitweise zu eskalieren drohte (es waren nur ca. 40 Leute gekommen, davon etwa 15 von der BI und ebenso viele von der SPD, im Präsidium saßen 6, da blieb nicht viel von den interessierten Bürgern übrig!).
Spätestens jetzt mussten sie erkennen, dass sie vor den Scherben des angerichteten Schadens saßen, den sie zwar nicht primär verursacht, aber später immer unterstützt haben (die BI hat ihre Reden im Landtag verfolgt). Nun versprachen sie, am 18. Mai während der Anhörungen alle Argumente zu bewerten und zu überdenken und dann kluge Entscheidungen zu treffen.
Und warum erst jetzt? Leider konnten die anwesenden BI-Vertreter das nicht mehr fragen und ihnen erklären, dass die BI seit spätestens April 2015 versucht hat, mit den Geschäftsführern, den Beiratsmitgliedern und dem zeitweiligen Berater Kontakt aufzunehmen, um die Probleme zu erörtern. Totale Ignoranz, wie sie die BI auch von den angeschriebenen Politikern (von der Bundeskanzlerin bis zur Landrätin) erfahren musste.


Die Mahnwache in Heringsdorf am 2. Mai in kleiner Besetzung


Die nächsten Veranstaltungen

Die BI ruft wieder für kommenden Sonntag, dem 24.4. um 15:00 Uhr alle Unterstützer mit ihren Kindern und Enkeln zur traditionellen Mahnwache vor dem Krankenhaus auf.
Dann soll es erst am 2. Mai um 16:30 Uhr vor der Heringsdorfer Seebrücke (16:00 Uhr Treff am Platz des Friedens, Marsch zur Seebrücke, dort Mahnwache mit Ansprachen) und gleichzeitig vor dem Wolgaster Krankenhaus mit Groß und Klein weiter gehen.
Es folgt "außer der Reihe" am 4. Mai aus Anlass der SPD-Demografiegespräche in der Wolgaster Gaststätte "Fischmarkt 3": 18:00 bis 18:45 Mahnwache vor dem Fischmarkt 3 als Mitglieder und Sympathisanten der BI und ab 19:00 Zuhörer im Saal als interessierte Bürger (s. nächster Kasten).
Und am 14.5. 12:00 Uhr steigt noch einmal eine große Demonstration auf der Wolgaster Brücke. Deteils dazu später hier.



Die Volksinitiative wurde von der Landeswahlleiterin zugelassen

Daraufhin fand schon am 21. April eine Aussprache zu der Volksinitiative im Landtag statt.

Hesse, Barlen und Lindner heucheln Verständnis und loben die Initiative der Bürger der Region als Zeichen gelebter Demokratie.
Jedoch muss man am eigenen Demokratieverständnis der Landesregierung zweifeln. Zu vieles ist geheim (z.B. die 5 Mio. "Abwrackprämie", die als Soforthilfe an das Krankenhaus für die Schließungskosten gezahlt wurde) und Absprachen, die in Hinterzimmern ausgekungelt wurden.
Hesse:"Das Krankenhaus als Ganzes befand sich in wirtschaftlicher Schieflage...", für die allerdings nachweislich nicht die nun geschlossenen Abteilungen primär verantwortlich waren, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit das Missmanagement der Geschäftsführungen in Wolgast und Greifswald.
Hesse weiter: "Ich stehe zu diesem Standort und das Kreiskrankenhaus gewinnt durch die Neustrukturierung...." Und die Bewohner der Region mit ihren Gästen in der Saison verlieren, ergänzt die BI!
Wir sind gespannt auf die von Silke Gajek angekündigte "öffentliche Expertenanhörung am 18. Mai, wo die Hintergründe der getroffenen Entscheidungen und mögliche Alternativen erörtert werden sollen." Wer bestimmt die "Experten" und wer steckt hinter diesen, die im Geheimen die Fäden ziehen? Wir werden es sicher nicht erfahren. Unsere Fürsprecher (z.B. die Ärztekammer) und auch die Linken und Grünen im Landtag werden die einsamen Rufer in der Wüste bleiben.

Gleichzeitig geht die bisher etwas verunglückte Imagekampagne des KKH weiter: "Wir sind Schrittnacher im Land" verkündet der Chef der Geriatrie am 19.04. in der OZ.

Es wäre natürlich gut, wenn er bezüglich der Geriatrie nicht nur verkündet: "Das ist zwar teuer, aber es rechnet sich!" Sondern mal mit konkreten Zahlen nachweist, dass das KKH sich damit aus der "Schieflage" befreien kann. Denn Barlen sagte auf der Landtagssitzung u.a.: "... beide Krankenhäuser vermeldeten inzwischen, dass sich die Spezialisierung positiv bemerkbar mache." Beweise würden sicher nicht nur die BI-Mitglieder interessieren.



Bilder von der Mahnwache am 11. April in Zinnowitz

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Da Schmähgedichte gerade in Mode sind, links auch ein kleiner lyrischer Versuch.
(Die beiden linken Bilder können durch anklicken
vergrößert werden.)




Weitere Aktionen


Bitte um Mithilfe

Nicht aus Sensationshascherei oder Lust am Skandal, sondern um nachzuweisen, dass die Schließung der Stationen des Wolgaster Krankenhauses eine Fehlentscheidung ist, will die BI solche Fälle (ggf. anonymisiert) öffentlich machen, die durch die Weiterexistenz der geschlossenen Abteilungen nicht entstanden wären. Dabei ist der bekannt gewordene "Fall Laura" sicher nur eine von vielen, auch noch zukünftig zu erwartenden Tragödien. Teilen Sie bitte Ihre Erfahrungen unter info@pro-krankenhaus-wolgast.de mit.


KKH Image-Kampagne - ernst gemeint


Weitere "Werbung" finden Sie hier.


Trotz oder gerade wegen des ignoranten Schweigens der Verantwortlichen gehen die traditionellen Mahnwachen weiter!

Am 4.4. wie gewohnt um 16:30 Uhr vor dem Krankenhaus.

Dann ab 10.4. jeweils Sonntags um 16:30 Uhr und zusätzlich am 11.4. auf der Promenade in Zinnowitz, am 18.4. bei Karls in Koserow und am 2.5. in Heringsdorf jeweils auch ab 16:30 Uhr.

Die wenig glaubwürigen Hoffnungen des Herrn Acker in der OZ vom 31.3. (ein vorzeitiger Aprilscherz?), nach Schließung der vermeintlich defizitären Stationen nun schnell in die Gewinnzone vorzustoßen sind sicher eine Illusion. Mit dem gegenwärtig herrschenden Arbeitsklima wird diese nicht zu erreichen sein. Jedenfalls wagte der OZ-Schreiber nicht einmal das Wort ehemalige Kinderstation zu benutzen, sondern umschrieb es vornehm mit "im 2. Obergeschoss, unterhalb der geriatrischen Station"! Eine gute political correctness-Leistung.


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Ostermarsch Wolgaster Art

Kein Fest der Auferstehung, aber ein kleiner Aufstand, damit die geschlossenen Stationen des Krankenhauses wieder geöffnet werden!

(linkes Bild anklicken zum Vergreößern!)

Etwa 250 Leute kamen bei schönstem Osterwetter mit Kindern und Enkeln, um ihren Unmut und Zorn darüber kund zu tun, dass:


Arroganz der Macht?

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Julian Barlen reagierte prompt auf die Übergabe der Unterschriften am 8.3.2016 durch die BI in Schwerin. Wir kennen seine fachlich hoch qualifizierte Rede aus der Landtagssitzung am 17.12., und jetzt wiederholt er:"... Die Entscheidung zu den Krankenhausstandorten in Anklam und Wolgast war keine Entscheidung gegen, sondern eine Entscheidung für die Standorte." Allerdings hätte diese sachkundiger entschieden werden können! In seiner Stellungnahme schreibt er: " Denn Mecklenburg-Vorpommern hat seit Jahren mit dem demografischen Wandel zu kämpfen. Die Zahl der jüngeren Menschen nimmt ab, die der Älteren und insbesondere der Hochbetagten steigt." Dagegen meldet die Uni-Medizin Greifswald am 29.02.: " Einen Nachwenderekord verzeichnete die Universitätsfrauenklinik. 986 Kinder ...haben im Eltern-Kind-Zentrum das Licht der Welt erblickt." Und die Klinik in Trassenheide meldete kürzlich die Beendigung der geriatrischen Behandlungen!
Barlen schreibt weiter: " Gleichzeitig wird es zunehmend schwerer, das erforderliche Fachpersonal zu gewinnen." Aber in Wolgast war sowohl die Gynäkologie/Geburtshilfe als auch die Kinderstation bis zu Beginn der personellen Fehlentscheidungen der Geschäftsführer voll mit hoch qualifiziertem und motiviertem Personal besetzt.
Barlen weiter: "Aufgrund der wirtschaftlichen Situation vor Ort, der Patientenzahlen und der Fachkräftesituation musste gehandelt werden." In mehreren Schreiben wies die BI nach, dass es in beiden genannten Abteilungen seit 2013 annähernd stabile Patientenzahlen gab und damit die Defizite nicht diesen Stationen angelastet werden konnten. Dagegen scheint es mit "Gewinnen" in der hoch gepuschten Wolgaster Geriatrie nicht weit her zu sein, denn da gibt es bisher keine Siegesmeldungen.
Herr Barlen, wenn Sie schreiben, "Das Engagement der Bürgerinitiative zum Erhalt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie der Kinder- und Jugendmedizin am Wolgaster Kreiskrankenhaus verdient unsere Wertschätzung. Dieser Einsatz vieler Bürgerinnen und Bürger in und um Wolgast ist Ausdruck gelebter Demokratie.",dann fragt man sich auf der anderen Seite, wo bleibt das demokratische Handeln seitens der Regierung? Sie ignoriert seit einem Jahr diesen von Ihnen hoch gelobten Einsatz.

Noch Fragen? Die Wähler werden sie im September beantworten!


19.000 Unterschriften gehen nach Schwerin!


Neuste Meldung: Die Unterschriftensammlung zur Volksinitiative wurde am 2. März 2016 erfolgreich beendet.



Danke an alle Aktiven! Keiner zählte die gelaufenen Kilometer zum Einsammeln von Unterschriften, die vor Märkten gestandenen Stunden bei Wind und Wetter und die geduldigen Mitarbeiter in Apotheken, Arztpraxen, KiTas, Schulen und anderen Geschäften. Alle mussten sich das Unverständnis, die Wut und den Zorn der Unterschreiber gegen Sellering, Hesse, Schubert und besonders den großen "Macher" Dr. Wygold anhören, obwohl sie nichts dafür konnten! Es waren Lehrstunden, die man so manchem Politiker wünschen würde!

Am 8.3. bringt eine BI-Abordnung mit einem Bus die Listen nach Schwerin. Mitfahrer melden sich unter
info@pro-krankenhaus-wolgast.de



Warum fordert die BI mit ihrer Volksinitiative, dass die Schließungen der Gynäkologie/Geburtshilfe und der Kinderstation aufzuheben sind?

Warum Reha-Kliniken keine Lösung für die kinderärztliche Notfall-Versorgung sein können


Hilfloser Aktionismus

Seit nunmehr einem Jahr betreibt Dr. Wygold die Schließung der besagten Abteilungen im Wolgaster Krankenhaus. Es ist sicher u.a. auch eine Verletzung der Menschenwürde, wie er die Schaffung notwendiger Ersatzlösungen betreibt! Nachdem wenigstens die Ministerin die Dimension des angerichteten Schadens erkannt hat, hofft sie das Problem laienhaft zu mildern, indem sie versucht, eine Akutversorgung in den Rehakliniken zu etablieren. Das kann nicht gehen, weil:

Eine langjährige Mitarbeiterin der Wolgaster Klinik urteilt: Der "Ansatz" der Ministerin ist also völliger Blödsinn!!!

Die OZ meldet am 1. März, dass Dr. Wygold das Problem bis zum Sommer gelöst haben will!
Und was hat er bisher gemacht? Winterschlaf?


Mahnwache am 27. Februar in Heringsdorf

Nur mit kleinem Aufgebot, aber unterstützt auch von Nichtmitgliedern, war die BI vor Ort, als die "Spitzen der Gesellschaft" zum 3. OZ-Ball im Hotel Maritm erschienen. Dabei war auch Sozialministerin Hesse, die zuvor die Medigreif Inselklinik Heringsdorf, Fachklinik für Kinder und Jugendliche besucht hatte. Dort wollte sie offensichtlich Prof. Enderlein für die Übernahme einer Kindernotfallversorgung überzeugen, der allerdings "verhalten" reagierte.

Unerwartet lud dann Frau Ministerin Hesse eine Abordnung der BI zu einem Gespräch in das Hotel ein. Sie ist unbestritten eine charmante Frau, was sie auch den BI-Vertretern souverän zeigte. Davon sollten wir uns allerdings nicht ablenken lassen. Die Ministerin sollte endlich zugeben, dass es sich bei der Schließung der Abteilungen des Wolgaster Krankenhauses weniger um ökonomische Zwänge, sondern sehr wahrscheinlich um ein abgekartetes Spiel handelt. Dr. Wygold wird ihr sicher erläutert haben, wohin die Reise gehen soll. Und das wird sie wohl verstanden haben, wenn sie im Gespräch auch nicht bestritt, dass unrichtige Zahlen bei der Begründung der Schließungen eine Rolle gespielt haben könnten. Aber sie hätte die Entscheidung ja nicht allein getroffen. Da haben Dr. Scriba und Staatssekretär Voss und manche anderen Zuständigen auch außerhalb des Ministeriums schlicht und einfach funktioniert. Und der Ministerpräsident wird ihr eindeutig signalisiert haben, dass es keine Alternativen gibt. Denn er könnte den Deal schon damals vor langer Zeit in Greifswald vorbereitet haben, wobei die gegenwärtige Aktion nur ein weiterer Baustein sein könnte.


Die Mahnwachen gehen weiter!

Am 29. Februar 16:30 Uhr und am 7. März um 16:30 Uhr
Am 8.März sollen die über 18.000 Unterschriften zum Volksentscheid nach Schwerin gebracht werden. Unabhängig davon wird es am 3. März um 11:00 im Café Biedenweg eine Medieninformation geben, zu der alle interessierten Medien herzlich eingeladen sind.

Mahnwache wie immer: Am 22. Februar um 16:30 Uhr.



Ein Bild klagt an:

Kindertbetten der Pädiatrie auf dem Müll


Was soll die ganze Aufregung um Laura? Wenn ich einen Universitätsprofessor als instinktlosen Macho bezeichnen würde, dann hätte ich übermorgen einen Brief von einem Hamburger Anwalt im Briefkasten und ein Shitstorm (ein geistloses Wort!) der ganzen akademischen Welt wäre mir gewiss! Aber die junge Mutter Laura? Sie hat keinen Anwalt und muss sogar offensichtlich wegen finanzieller Notlage eine 42 Euro kostende Übernachtung in der Uni-Klinik ablehnen. Früher wäre sie in Wolgast sicher vor Mitternacht wieder zu Hause gewsen!


Da wird von einem Arzt der "aussterbenden Spezies Kinderarzt" seit Anfang 2015 die Schließung der Gynäkologie/Geburtshilfe und der Kinderstation im Wolgaster Krankenhaus betrieben, die nach fast einem Jahr in einem kaum beherrschbaren Zustand (um es vorsichtig auszudrücken) endet! Von einem Manager mit der Qualifikation MBA (Master of Business Administration) sollte man mehr Professionalität erwarten können.


kohlhaas@pro-krankenhaus-wolgast.de


Bilanz der Bürgerinitiative

Die BI beteiligt sich nicht weiter an der nun peinlich werdenden Diskussion um Laura und Pia. Sie ist Laura dankbar, dass sie ihren Fall öffentlich gemacht hat. Denn vor so einem und viel schlimmeren, die in Zukunft noch passieren werden, hat die BI seit März vorigen Jahres gewarnt. Wir wünschen ihr baldige Ruhe und Pia Jolie Gesundheit und gutes Gedeihen. Es ist bezeichnend, dass nun, wie üblich, Bauernopfer gesucht und gefunden werden, hinter denen sich die tatsächlich Verantwortlichen der Uni-Klinik verstecken können. Daran ändert auch ein formales Schuldeingeständnis von Dr. Wygold nichts.

Wer sind die Verantwortlichen?

Hier sollen nun einmal die wirklich Verantwortlichen für das angerichtete Desaster benannt werden, die fast alle von der BI persönlich angeschrieben wurden. Die Schreiben appellierten an ihre Verantwortung, die ihnen mit stichhaltigen Argumenten vor Augen geführt wurde. Ihre nichts sagenden Antworten kann jeder weiter unten lesen.
Manche Entscheider und Politiker wussten offensichtlich schon sehr zeitig von den Plänen. So wurde z.B. Herrn Schubert und Herrn Liskow bereits am 6.3. von Dr. Wygold der Plan, die Gynäkologie/Geburtshilfe und die Kinderstation in Wolgast zu schließen, mitgeteilt.

Verantwortlich sind:

Fazit:

20.000 Unterschriften für eine Petition im Juni (deren "Bearbeitung" im Landtag immer noch stattfindet!) und bisher 16.000 Unterschriften für eine Volksinitiative (Endtermin ist der 25.02.), jetzt in nur knapp vier Wochen gesammelt, sprechen wohl eine deutliche Sprache. Diese Adressen kann Herr Sellering und seine Partei getrost als Wähler im September abschreiben!
Und der Fall Laura ist nicht die letzte Panne! Hoffentlich müssen wir nicht Schlimmeres erleben.


Odyssee einer jungen Mutter

Wie bekannt wurde, ereignete sich am 7. Februar eine 27-stündige Odyssee einer 17-jährigen Mutter mit ihrem drei Wochen alten Baby, über den die OZ am 11.02. berichtete. Es handelt sich um einen Skandal, der sich zwischen dem Kreiskrankenhaus Wolgast und der Uni-Medizin Greifswald abgespielt hat, für den sich Dr. Wygold entschuldigte. Damit ist die Sache nicht aus der Welt, sondern bleibt ein Musterbeispiel dafür, wovor die Bürgerinitiative für den Erhalt des Kreiskrankenhauses Wolgast seit März 2015 gewarnt hat. Es ist eine Frage der Zeit, dass ähnliche oder schlimmere Fälle passieren werden.
Dazu gibt es auch eine Pressemitteilung der BI.


Das Maß ist voll!

15.000 Unterschriften sind gesammelt. Ein "Sicherheitspolster" muss aber sein. Deshalb wird jetzt der 25. Februar als Termin festgelegt, an dem die letzten Listen im Café Biedenweg sein sollten.

Trotzdem versammelten sich am 8. Februar wieder ca. 50 Leute zur Mahnwache.

Man kann erkennen, dass FFDG und "gemeinsam für usedom" und auch die BI vereint, wenn auch durch die Straße getrennt, demonstrierten. Bis zum Ende des Monats sollen die Mahnwachen weiter gehen.


Auf zum Endspurt!

Stand am 3. Februar: 13.999 Unterschriften

Toll, in weniger als 3 Wochen 14.000 Unterschriften! Danke an alle Unterstützer, die uns oft die Listen aus der Hand gerissen haben. Kommentare dabei: Ignoranten in Schwerin! Vorpommern ist abgehängt! Sitzen im Landtag Volksvertreter? Hoffentlich merken sich das die Leute bis zur nächsten Wahl! Es gibt auch drastische Worte, die hier nicht wieder gegeben werden sollen, damit uns Dr. Wygold nicht auch noch verklagt.
Das schaffen wir!


Kritiker sowohl in den eigenen Reihen als auch bei der FFDG sollten, bevor sie ihre Verurteilungen heraus schreien, einmal ihren eigenen Standpunkt bezüglich gegenseitiger Achtung, humanitärer Hilfe und Menschenrechten klären.


Am 3. Februar 14:00 Uhr Mahnwache in Greifswald

Mit diesem Banner wollen wir am 3. Februar um 14:00 Uhr an der Einfahrt zum Max-Planck-Institut (gegenüber dem Elisenpark) die Kanzlerin und unseren Ministerpräsidenten begrüßen, wenn sie nach Greifswald kommen, um der Inbetriebnahme des Fusionsexperiments beizuwohnen. Vorher wollen wir sie jedoch mit unserem "Problem" konfrontieren!
Leider ist es in der kurzen Zeit nicht gelungen, einen Bus zu organisieren. Deshalb wollen wir uns mit möglichst vielen PKW auf dem Wolgaster Lidl-Parkplatz (gegenüber KKH-Einfahrt) um 13:00 Uhr treffen, um so viel wie möglich Mitfahrer einzuladen. Die Greifswalder FFDG wird uns (auch technisch) unterstützen.


Die Mahnwachen gehen weiter!

Wie immer: Jeden Montag 16:30 Uhr vor dem Krankenhaus!


Die Mahnwache in Verbindung mit "Gemeinsam für Usedom" verlief ohne Probleme

Angerückte Störer wurden von der Polizei diskret zum Einpacken aufgefordert- Danke!

Mahnwache am 25. Januar

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Erneut werden wir am 25. Januar im Gegensatz zur früheren Ankündigung wieder ab 18:00 Uhr diesmal gemeinsam mit der Greifswalder FFDG (Frieden, Freiheit, Demokratie,Gerechtigkeit) unsere Mahnwache durchführen. Sie können sich deren eigene Einladung ansehen. Im Übrigen distanzieren wir uns von allen möglicherweise mit getragenen Forderungen, die dem "rechten Milieu" zuzuordnen sind.

Diese Worte lässt unser Ministerpräsident der Wolgaster Bürgerschaft auf ihren besorgten Brief ausrichten! Das klingt so, als hätten nur ein paar Unverbesserliche einen Antrag gestellt! Vorpommern ist abgeschrieben! Aber wir wissen zu antworten.


Wir machen weiter

Auch ohne Anmeldung versammelten sich am 11.1. wieder einige Unverzagte im Nebel, wie links zu sehen ist!
In einer Presseinformation der BI wird die gegenwärtige Situation beschrieben. Frau Ministerin Hesse wird von der BI zu einem Widerspruch gegen den Bescheid über die Schließung der Stationen aufgefordert, da dem Planungsgremium offensichtlich falsche Zahlen über die Situation im Krankenhaus vorlagen.
Die am 3.6.2015 bei der Landtagspräsidentin eingereichte Petition wird nun endlich zur Prüfung an die zuständigen Abgeordneten gegeben. Nach der Information des Petitionsausschusses an die BI ist wahrscheinlich wenig Wirkung zu erwarten. Deshalb startet am 14.1. eine neue Unterschriftensammlung für eine Volksiniative, deren Ziel es ist, dass sich der Landtag noch einmal mit der Schließung befassen muss. Dafür sind mindestens 15.000 Unterschriften nötig.
Hier kommen Sie zu den Unterschriftenlisten-Vordrucken

Auch die Mahnwachen gehen weiter!

Am 18. Januar treffen wir uns zunächst ausnahmsweise um 18:30 Uhr, um dem "Abendspaziergang" (das ist eine Organisation "Gemeinsam für Usedom") Gelegenheit zu geben, unsere Mahnwache zu unterstützen. Die danach folgenden Montage dann wieder Treffen um 16:30 Uhr.


Große Mahnwache zum Neujahrsempfang des Wolgaster Bürgermeisters

Die Bürgerinitiative ruft in Verbindung mit Herrn Karl-Heinz Schröder vom Südamt am 5.1. um 17:30 Uhr zu einer Mahnwache vor der Bibliothek in Wolgast auf, womit sie den regional tätigen Politikern, die zum Neujahresempfang des Bürgermeisters eingeladen sind, ihre Meinung bezüglich der Schließungen von Gynäkologie/Frauenheilkunde und der Kinderstation sagen wollen.


Trotz Rückschlägen- die Mahnwachen gehen weiter!

Am 21.12. waren immerhin über 100 Leute auf der Straße und haben, wie ein Video auf youTube zeigt, mächtig Betrieb gemacht.

Trotz abgesagter Mahnwache (wegen der Gefahr, für eine nicht genehmigte "Veranstatlung" eine Strafe "einzufangen") versammelten sich mehrere einzelne Menschen friedlich am 28.12.2015, um Ihren Unmut gegenüber der Landesregierung und Ihren Entscheidungen kund zu tun. Wir danken den freiwilligen Ordnern und freundlichen Polizisten aus Wolgast für Ihre Arbeit. Des Weiteren möchten wir uns bei Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern bedanken, die unser Land über unser Anliegen informierten.
Am 04.01.16 findet keine durch die BI organisierte Mahnwache statt, diese wird wahrscheinlich auf den 05.01.16 verlegt. Wir informieren, sobald genaueres fest steht. Trotzdem werden auch am Montag wahrscheilich "Unverbesserliche" und "Hoffnungsvolle" wieder vor dem Krankenhaus ausharren.

Das knappe Scheitern des Antrages der Grünen am 17.12. im Landtag zum Erhalt der beiden Stationen des Krankenhauses Wolgast ist zwar bedauerlich, spricht aber doch mit der hohen Zahl von ja-Stimmen für eine differenzierte Haltung. Zur Absitmmung im Landtag gibt es auch eine Stellungnahmen der Äztekammer und eine abschließende allgemeine Presse-Information der BI.

Großes Unverständnis löste auch das merkwürdig unterschiedliche Abstimmungsverhalten von Herrn Bernd Schubert aus, der im Kreistag öffentlich für den Erhalt der Kinder-und Frauenstation stimmte, im Landtag jedoch für die Schließung der Stationen in Wolgast votierte.

Noch eine sensationelle Meldung: Ministerpräsident Sellering hat den offenen Brief der BI endlich beantwortet.

wer ihn unbedingt lesen möchte, hier bitteschön, es lohnt sich nicht!

Der Vorstand der Bürgerinitiative bedankt sich bei den Schwestern der Kinder- und Wochenstation und den Hebammen des Krankenhauses für das hübsche Präsent und bei allen Unterstützern und unermüdlichen Helfern für ihre Aktivitäten und wünscht trotz trauriger Nachrichten ein besinnliches Fest und einen guten Start in das neue Jahr. Bleiben Sie mit Ihren Kindern gesund, damit Sie das Krankenhaus nicht brauchen!



Bescheidene Frage

Was soll man dazu sagen, wenn ein per Einscheiben zugestellter Brief an den Ministerpräsidenten seit einem Monat unbeantwortet bleibt? Überlastung oder Bürgerverachtung? Ehr wohl letzteres. Kann man seine Partei dann noch wählen?
Dagegen sind die Grünen und Die Linken mit der BI in verständnisvollem Dialog. Ha, und jetzt haben auch die Braunen das Thema Wolgaster Krankenhaus entdeckt- was sagen Sie dazu, Herr Schubert? Auch Ihre Partei kann's nicht!

Wir ahnen, dass Ministerin Hesse mit Härte und Unterstützung durch MP Sellering "das Ding durchziehen" wird, aber wir wollen mit Stolz und Würde verlieren: Kommen Sie jeden Montag 16:30 Uhr zu unserer Mahnwache vor das Krankenhaus!

Wir sind immer noch das Volk

Auch wenn man uns hier ignoriert. Oder sollten wir nach 25 Jahren rufen: Wir sind schon wieder das Volk?


Kinder-Demonstration am 9. Dezember 2015

Hier können Sie sich einen Überblick verschaffen! Klicken Sie auf Demo
Für die überregionalen Fernsehmacher war die Sache allerdings nicht berichtenswert! Man munkelte über den NDR etwas von Verbot, nichts genaues weiß man nicht.Gewisse Kanäle werden die Botschaft dennoch nach Schwerin übermittelt haben. Aber wer will, kann ja in einem Amateurvideo auf youTube die Demonstranten noch mal nachzählen und dann die aufsteigenden Luftballons sehen! Einen Filmbericht über die Aktion in Schwerin und die Demonstration am 9.12. hat auch USEDOM TV produziert.
Und Dr. Crusius, Präsident der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, erklärt der aufgebrachten Menge noch einmal Dr. Wygolds Weisheiten: zum Video

Inzwischen gehen Montags die Mahnwachen weiter

Auf dem rechen Bild sehen Sie, wie sich am 14.12. ein Europaabgeordneter vor Ort über unsere Probleme informiert und fragt, wie er helfen kann. Und wo bleibt unser immer lächelnder MP Sellering? Er kann nicht einmal einen Brief der BI beantworten!



durch klicken Bild vergrößern Bild Dr. Crusius border=

Besuch bei Ministerin Hesse am 3.12.

Am 3.12. fuhren 30 Mitglieder der BI mit einem Bus nach Schwerin, um Frau Sozialministerin Hesse davon zu überzeugen, dass die geplante Schließung von Kinderstation und Gynäkologie/Frauenheilkunde des Krankenhauses Wolgast keine "alternativlose" Option ist. Während vor ihrem Gebäude die Postkarten-Aktion "entfaltet" wurde, wurden einige Vertreter von Staatssekretär Voss und Frau Dr. Scriba empfangen, um Alternativen zu diskutieren, erwartungsgemäß ohne nennenswerten Erfolg.
Wichtige Botschaft vom Präsidenten der Ärztekammer, Dr. Crusius (Bild rechts): "Die Ärztekammer stimmt ausdrücklich nicht für die Schließung der beiden Wolgaster Abteilungen." Das steht im Widerspruch zu der Behauptung, dass die geplanten Lösungen für Wolgast und Anklam durch das Planungsgremium "einstimmig" gebilligt wurden!
Das linke Bild kann durch anklicken vergrößert werden
Ein für die OZ angefertigter Bericht, den Dr. Adler veröffentlichen wollte, erschien leider nicht. Hier noch ein Leserbrief mit Fragen- an wen eigentlich?, am 7.12. in der OZ erschienen.


Die Gynäkologie/Geburtshilfe und Kinderstation in Wolgast-
programmierter Absturz?

Anfang 2015 wurde bekannt, dass im Kreiskrankenhaus Wolgast große finanzielle Verluste erwirtschaftet wurden, über Schließungen wurde gemunkelt. Eine Bürgerinitiative informierte die Öffentlichkeit und organisierte Widerstand. Im Februar beschloss der Kreistag in Greifswald, dass die Kreisverwaltung mit dem zuständigen Kreistagsauschuss und den Trägern Vorschläge entwickelt, die geeignet sind, die wohnortnahe Grund- und Regelversorgung mit Krankenhausleistungen auch zukünftig sicherzustellen. Auf eine Bürgeranfrage im Kreistag am 5.10. nach den erarbeiteten Ergebnissen gab es Ende November eine Antwort, die ernüchtend war.
Auf der Kreistagssitzung am 20.4. in Pasewalk machte Geschäftsführer Acker eine schlechte Figur, er äußerte: "Wir waren ein viertel Jahr tatenlos.." und der Amtsvorsteher Usedom Süd meldete sich zornig dazu in der OZ und auch ein Leserbrief kritisierte Acker. Das Thema schleppte sich über den Sommer, ohne dass Entscheidungen fielen, jedoch in der Belegschaft Verunsicherung, Mobbing und Fluktuation weiter um sich griffen.
Bild Hesse

Am 3.11. nun brach der Herbststurm los, als Ministerin Hesse (man beachte die Körpersprache!) in Wolgast und Karlsburg verkündete, dass die Kinderstation und die Gynäkologie/Geburtshilfe Anfang kommenden Jahres von Wolgast nach Anklam verlagert werden soll, was auch Herr Schubert, Herr Gagzow (Krankenhausgesellschaft MV) und Dr. Wygold als alternativlose Lösung unterstützten. Pikanterweise wurden bei einem Rundgang durch das Wolgaster Krankenhaus der Ministerin die modernen Einrichtungen der Gynäkologie/Frauenheilkunde und die Kinderstation nicht gezeigt. Absicht?
Bei Interesse kann man sich die verschiedensten Reaktionen auf diese Entscheidung ansehen:




Pressemeldung vom 1.November 2015 an die OZ

Aufruf der Krankenhaus-Bürgerinitiative zum Empfang von Ministerin Hesse

Ministerin Hesse kommt? Jedenfalls war es in der OZ so zu lesen. Die BI will sie mit vielen Bürgern Wolgasts und aus der Umgebung empfangen. Ob und wann sie kommt, war trotz vieler abgefragter Informationskanäle nicht zu erfahren. Vielleicht weiß sie es selbst noch nicht. Ungeachtet dessen ruft die BI alle, die den Erhalt des Krankenhauses mit allen seinen bewährten Abteilungen fordern und dieses auch mit über 20.000 Unterschriften dokumentierten, auf, dem am Dienstag, dem 3.11. nochmals Nachdruck zu verleihen. Leider wissen die BI-Mitglieder nicht, wann und ob überhaupt Frau Hesse kommt. Aber da sie auf der Sitzung des Sozialausschusses um 17:00 Uhr in Karlsburg erwartet wird und vorher einen Rundgang im Wolgaster Krankenhaus absolvieren will, wollen wir ab 15:00 vor dem Krankenhaus-Portal stehen und sie dann um 17:00 Uhr in Karlsburg vor der Mensa des Klinikums begrüßen. Die Forderungen der BI sind seit Februar dieses Jahres immer die gleichen: Erhalt der Gynäkologie und Geburtshilfe und der Kinderstation des Krankenhauses. Außerdem fordert sie, die Service-Einrichtungen und das Labor nicht zu privatisieren und die Krankenpflege-Schule wieder in Wolgast zu etablieren, damit die immer schwierigere Lage der Nachwuchssicherung auf diese Weise verbessert wird. Es ist ein Skandal, dass seit über einem halben Jahr sowohl die Mitarbeiter des Krankenhauses als auch die Öffentlichkeit im Unklaren gelassen wird und die dringend notwendigen Entscheidungen verschleppt werden. Durch die Untätigkeit der Verantwortlichen werden die finanziellen Verluste weiter steigen und sich die Fluktuation im Krankenhaus verstärken. Um die legitimen Forderungen der BI letztmalig zu verdeutlichen, ruft sie alle Einwohner und die Mitarbeiter des Krankenhauses auf, zahlreich zu dem "Empfang", auch mit sichtbaren Zeichen, zu erscheinen. Daran sollten uns weder ungünstiges Wetter noch Andersdenkende hindern. Es sollte doch in einem Land, das Banken mit Milliarden rettet und traumatisierten Kriegsflüchtlingen berechtigte Hilfe zuteil werden lässt, möglich sein, für die eigenen Bewohner eine solche bestmögliche medizinischen Versorgung zu gewährleisten, wie sie von den international anerkannten Menschenrechten gefordert wird.


Unterstützung war angesagt, und Taten?

Mit Schreiben des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V vom 24.03.2015 erhielt die BI von Herrn Staatssekretär Sebastian Schröder eine Antwort auf ihr Schreiben vom 13.03.2015, in der u.a. folgendes zu lesen ist:

Antwortschreiben

Es ist zu bezweifeln, dass Herr Staatssekretär Sebastian Schröder sein Versprechen wahr gemacht hat, denn ansonsten würde die BI sich nicht bis heute (13.9.2015) erfolglos bemühen, mit der Geschäftsführung des KKH in Kontakt zu kommen.

Eine Parade weiterer Unterstützer mit ihren hilfreichen Angeboten findet man hier.


Die Geschäftsführung des Krankenhauses will nicht mit uns reden, alle bisherigen Versuche sind gescheitert.
Im Folgenden eine "Chronik" der bisherigen Aktivitäten.

Die BI bemüht sich seit April 2015, mit der Geschäftsführung in Kontakt zu kommen, um einerseits die Probleme des Krankenhauses besser kennen und beurteilen zu können und andererseits zu prüfen, wie die BI den notwendigen Konsolidierungsprozess dahingehend unterstützen kann, damit ihre Forderungen zum Wohle der Patienten und Mitarbeiter des Krankenhauses erfüllt werden können.
Zunächst wurde am 24.04. ein Brief an den KKH-Berater, Herrn Stender geschrieben. Dieser schlug ein durch den Bürgermeister moderiertes Gespräch mit der KKH-Leitung vor.
Daraufhin bekamen wir einen Brief vom Bürgermeister, Herrn Weigler. Leider konnten wir den angebotenen Termin nicht wahrnehmen, wie wir in einem Antwortbrief mitteilten. Am Rande einer Veranstaltung zur Bürgermeisterwahl teilte Herr Weigler der Vorsitzenden der BI mündlich mit, dass der nun vereinbarte Termin nicht realisierbar sei, er würde sich später melden. Seit dem ist der Faden zum Bürgermeister abgerissen.
Ein neuer Versuch wurde mit einem Schreiben an die Geschäftsführung des Krankenhauses unternommen. Die Antwort war jedoch sehr enttäuschend: der Geschäftsführer Herr Acker lehnte eine Zusammenarbeit mit der BI kategorisch ab! Begründung: "Die letzte PI ... lässt keinen gedanklichen Spielraum..." Allerdings sind die in der Presseinformation enthaltenen Fakten, die Herrn Acker irritieren, alle belegbar. Und den dort geäußerten Eindruck, dass man Geburtenhilfe und verzahnte Abteilungen sterben lassen will, hätte ja Herr Acker endlich in dem gewünschten Gespräch korrigieren können! Leider wollte er das auch nicht!
Mit dem Satz "Wir haben unsererseits ja schon immer Termine zu Gesprächen .... angeboten" soll der Eindruck erweckt werden, dass die BI diese ignoriert oder abgelehnt hätte. Wahr ist jedoch, dass der BI kein einziger solcher Vorschlag bekannt ist und die erwähnte Teilnahme an der Auftaktveranstaltung war kein Teilnahmeangebot sondern ein erpresserischer Versuch, den für das Podium vorgesehenen Dr. Gürtler gegen den Sprecher des Greifswalder Klinikums auszutauschen. Im Antwortschreiben bringt die BI gegenüber Herrn Acker ihr ausdrückliches Bedauern über die schroffe Ablehnung zum Ausdruck und korrigiert gleichzeitig einige Feststellungen in seinem Schreiben. Da es also offensichtlich keinen Weg gibt, auf dem die BI sachliche Informationen bekommt, mit deren Hilfe sie einerseits die Öffentlichkeit über Aktivitäten zur Lösung der Krankenhausmisere informieren kann und andererseits eigene mögliche Aktivitäten zur Unterstützung der Krankenhausleitung in Gang setzen könnte, ist nun beabsichtigt, Herrn Acker zu einem Forum einzuladen, auf dem er dann Gelegenheit hat, seine Pläne zu erläutern und Fragen der Öffentlichkeit zu beantworten.


Noch immer ist es der BI nicht gelungen, einen Termin für ein Gespräch mit der Geschäftsführung des Krankenhauses zu bekommen. Mit einem weiteren Schreiben wird nun erneut versucht, einen solchen Termin zu bekommen, nachdem Bürgermeister Weigler sein Versprechen offensichtlich vergessen hat (s. Text weiter unten und die OZ-Meldung). Bis zum 31.Juli ist noch keine Antwort eingetroffen.
Unabhängig davon wird auch versucht, mit e-Mails MdL Schubert als Moderator zu gewinnen.


Ist die Geschäftsführung des Krankenhauses unfähig? Oder hat sie einen anderen Auftrag? Jedenfalls eine Pressemitteilung von ver.di vom 9.6. lässt Zweifel aufkommen.
Na, jedenfalls gab es lt. Presse am 10.6. zwischen ver.di und Geschäftsführung eine Einigung. Wie sie aussieht- da schweigt man gegenüber der Öffentlichkeit vornehm.
Allerdings gab es am 3.Juli im Krankenhaus eine Pressekonferenz, über die OZ und NK berichteten. Auch die BI veröffentlichte eine Pressinformation dazu. Dort ist auch zu lesen, was die OZ daraus "gemacht" hat.



Foto Unterschriftenübergabe

Den Text der übergebenen Petition finden Sie hier.




Foto Kundgebung




Am 27.4.15 hat der Verein einen Brief an Herrn Stender geschickt, um den Wunsch, an einer Strategie mitzuarbeiten, zu bekunden. Darauf wurde von Herrn Stender ein moderiertes Gespräch mit den Geschäftsführern vorgeschlagen. Der Moderator hat uns nach einer Pause am 12.5.15 eine Einladung zugestellt. Die Einladung ist für uns zu kurzfristig und leider nicht in unserem Sinne.
Hier finden Sie unsere Antwort.

Am 28.5. wurde jedoch der BI-Vorsitzenden mündlich durch den Bürgermeister mitgeteilt, dass aus terminlichen Gründen die Beratung verschoben werden muss. Er will einen neuen Vorschlag machen. Erstaunlich nur, wie viel Zeit man sich angesichts brennender Fragen nimmt!